| Gallenlied Tübingen. Tü-bingen!
Da wohnen die
schlimmsten. Grausame Gewese. Allein schon der Name. Dieses
langgezogene Ü, diese hohle Gasse, durch die das Übel in den
Alltag der
dumpfen Eingeborenen und der noch dumpferen Zugereisten herein weht.
Man denkt bei diesem Unglücks-Ü gleich an Moorleichen und
altgermanisches Brauchtum. Und dann die Bildung. Die Tübinger
Perversen
- alle Akademiker. Aber was heißt das. Mord und Totschlag
sind doch
auch da gleich im Begriff. Acka! Acka-Acka! Demiker! Und Chemiker! Was
viele ahnen, aber keiner genau weiß: aus Tübingen ging viel
Elend in
die Welt. Hölderlin. Höll-derliiin. Der Liiiiiin! Auch so
eine
diphtongverseuchte Schweinerei, dieses Synonym für Wollen und
nicht
Können, das in Tübingen so unvermeidbar im Mund führt,
wer von der
Kultur die Rede hat. Als wär sie nachgerade eine Tochter der
Stadt. Die
haben einen Bürgermeister. Den nennen sie mit Vornamen. Wie eine
Räuberbande ihren Hauptmann. Und der ist auch noch so jung wie
Schinderhannes zu seinen blutigsten Zeiten. So kommen sie der Welt vor.
Die Tübinger. Morgens beim Fleischer diskutieren sie die Ethik,
und
abends wird wieder geschwäbelt. Tü! Tütü! Das
Schwäbische überhaupt.
Kaum glaubt man in Tübingen, dass es einmal gut sein muss, kommt
ein
Schwabe daher und sagt: "Jetzetle!" Krank sind die, alle krank. Und
erregt, von ihrer Kultur, die schwere Titten hat, an denen sie
schlucken wie an den Eutern einer Sau. Und sie kennen keine Scham!
Gegründet hat sie ein gewisser Eberhard im Barte, und genau so ist
es
gekommen! Auf den Straßen - Verfall! In den Hirnen - Schwabentum!
Im
täglichen Lebensvollzug abseits und innerhalb der Akademie -
Verrott!
Tübingen wird gemieden. Tübingen ist ein aufgegebenes
Katastrophengebiet, selbst das Rote Kreuz lehnt Tübingen ab. Gehen
Sie
da nicht hin. Wir wollen es für uns allein.
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